Energie & Klimaschutz in Germering

Klimaschutz stellt ein globales Ziel dar. Der Umweltbeirat der Stadt Germering achtet darauf das international gefasste Ziele vor Ort umgesetzt und eingehalten werden. Weiterhin will er darüber hinaus Impulse zum lokalen Klimaschutz geben.

"Der Klimaschutz ist eine der größten umweltpolitischen Herausforderungen für ein verantwortungsvolles vorsorgeorientiertes Handeln. Diese Herausforderung wird bis in das kommende Jahrhundert und darüber hinaus bestehen bleiben. Ihr muss sowohl durch nationales als auch durch internationales Handeln begegnet werden. Die gesamte Bevölkerung ist aufgefordert, im täglichen Leben entsprechend zu handeln."
Klaus Töpfer, 1994

Im Jahr 1992 ist die Stadt Germering dem Klima-Bündnis (www.climatealliance.org) beigetreten. Damit wird dessen Manifest als wichtige Aufgabe anerkannt. Mit den „Leitlinien zum Klimaschutz“ will die Stadt in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit Maßnahmen zum Klimaschutz durchführen und fördern.  

Im Jahr 2015 nahmen Mitglieder des Umweltbeirats nicht nur am Vernetzungstreffen Agenda 21 sowie am Treffen der Landschaftskonvention für die Metropolenregion München teil, es fand auch ein Gastvortrag über die aktuelle Energieeinsparungsverordnung (ENEV) sowie die Energiesparberatung für Germeringer Bürger statt. Mit dem Ziel den umweltbelastenden Autoverkehr durch attraktive Alternativen zu verringern wurden nicht nur Überlegungen zur Mobilität in Germering gestartet, sondern auch ein "runder Tisch" zur Ausarbeitung eines Radkonzepts veranstaltet. Weiterhin nahmen Mitglieder an der Aktion "Stadtradeln" teil.

Im September 2019 unterstützte der Umweltbeirat durch seine Teilnahme an der Demonstration vor der Stadthalle die Klimaschutz-Aktion "fridays for future".  

Einrichtung eines Kommunalen Energiemanagement (KEM)

Als Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende hat sich die Stadtverwaltung Germering in einem ersten Schritt für den Aufbau eines kommunalen Energiemanagements (KEM) entschieden.

Ziel ist eine energieoptimierte Bewirtschaftung der Liegenschaften. Durch eine systematische Erfassung (Monitoring) und Analyse (Controlling) von Energie-verbräuchen ist eine Identifizierung von schnell umsetzbaren Maßnahmen möglich.

Das Energie-Controlling erfolgt dabei durch ein Auslese-, Datenfernübertragungs- und Visualisierungs- System. Hierfür ist jede Verbrauchsleitung – Gas, Wasser, Strom – mit einem batteriebetriebenen Modul zur Auslesung des Durchflusses versehen.

Anhand des Modellprojektes „Kleinfeldschule“ wurde das Monitoring und die daraus abgeleiteten Maßnahmen und nächsten Schritte in der Sitzung des Umweltbeirates am 21.06.2017 von Manfred Ernst, Sachgebietsleiter Technisches Gebäude-management bei der Stadt Germering, vorgestellt.
So erfolgte beispielsweise ein Beleuchtungsaustausch auf LED. Dies führte u. a. zu Einsparungen von über 23 Tonnen CO2 in den letzten Jahren.
Alle städtischen Liegenschaften sollen in den nächsten Jahren mit den Monitoring-Einheiten ausgestattet werden. Entsprechende Finanzmittel wurden in der Finanzplanung bereits berücksichtigt. Nach der Datenanalyse sollen in Abstimmung mit dem städtischen Bauamt punktuell Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz umgesetzt werden. Auch bei großen Sanierungs- bzw. Investitionsvorhaben der kommenden Jahre hat das Thema Energieeffizienz einen hohen Stellenwert und wird umfassend schon bei der Planung berücksichtigt.

Stadt Germering setzt Klimaschutz beispielsweise in Stadtbibliothek um

Wie die Stadt Germering in einer Ende Mai 2017 veröffentlichten Mitteilung bekannt gab, kann durch die in den Jahren 2013 bis 2016 in der Stadtbibliothek durchgeführte Sanierung der Beleuchtung eine CO2-Einsparung von 386 Tonnen pro Jahr erreicht werden. Die Bibliothek wird nach der kompletten Sanierung über eine nachhaltige und klimaschonende Lichttechnik verfügen. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit einer  Förderung in Höhe von ca. 16.000,- Euro aus dem Förderprojekt „Sanierung der Innenbeleuchtung“ bezuschusst. Die CO2-Ersparnis wurde durch das Ministerium zertifiziert.