Umweltschule Max-Born-Gymnasium

Das Max-Born-Gymnasium in Germering darf sich seit 2016 Umweltschule nennen. 

In der Sitzung vom 15. Feburar 2017 hatte der Umweltbeirat Frau Müller vom Max-Born-Gymnasium zu Gast. Sie berichtete dem Gremium wie es zur Auszeichnung kam und was dies für den Schulalltag bedeutet.

An der Schule wurden pro Klasse zwei Schüler benannt die beispielsweise darauf achten das im Winter die Fenster nicht zu lange offen sind (und somit nicht unnötig Heizungswärme entweicht) oder das Licht bei Verlassen des Klassenzimmers ausgeschaltet wird (um Energie zu sparen). Eine Gruppe von Schülern der 5. Jahrgangsstufe bildet ein Umweltteam, welches beispielsweise gebrauchte Druckerpatronen sammelt. Auf diese Weise kamen innerhalb kurzer Zeit fast 15 Kisten zusammen. Die Patronen wurden vom Team der Wiederverwertung zugeführt bzw. fachgerecht entsorgt. Die damit gewonnen Erlöse konnten Organsationen wie "Plant for the planet" oder "Ocean clean up" zugutekommen. Bei dem Schulwettbewerb des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz "Ressourcenkönige" konnte das Gymnasium für diese Bemühungen eine Auszeichnung erhalten.

Die Idee Umweltschule zu werden entstand eher per Zufall. Es wurden bereits jährlich mit Schülern Ausflüge in das Ökologische Bildungszentrum München unternommen. Daraus kam dann die Idee auf mehr zu tun und sich als Umweltschule auszeichnen zu lassen.

Kauf umweltverträglichem Schulbedarf - Fehlanzeige in Germering

Frau Müller berichtete dem Umweltbeirat aber auch von einem interessanten Umstand: So ist es laut der Lehrerin wohl in kaum einem Germering Einzelhandelsgeschäft möglich dauerhaft umweltverträgliche Artikel wie bsp. Einbände oder Schnellhefter aus Papier bzw. Pappe oder Hefte aus Recylingpapier zu erwerben. Lediglich in Geschäften von Ketten werden insbesondere zum Schulstart solche Artikel als Aktion angeboten.
Die Schule wusste aber zu helfen und organisierte kurzerhand die Bestellung solcher Produkte selbst. Ob dies jedoch aufgrund des damit verbundenen Aufwands dauerhaft möglich ist, wird bezweifelt.

Weiterer Ausbau geplant

Die Schule möchte das Konzept gerne ausbauen. So stehen Überlegungen an den Kaffeeautomaten umzurüsten, so das auch Mehrwegtassen eingestellt werden können. Auch der Aufbau eines eigenes Repair Cafe, in dem insbesondere für Schüler relevante technische Geräte repariert werden können, ist denkbar.

Das steckt hinter dem Begriff "Umweltschule"

Gestartet wurde das Programm Umweltschule im Jahre 1994 in Hamburg. Mittlerweile hat es sich zum größten Umweltprogramm an deutschen Schulen entwickelt. In Deutschland trugen im Schuljahr 2015/2016 mehr als 800 Schulen aus 8 Bundesländern den Titel. Damit werden Schulen ausgezeichnet, die besondere Leistungen bei der Erarbeitung von Nachhaltigkeitsprozessen in und außerhalb des Schulgeländes erbringen.

Der Umweltbeirat der Stadt Germering hat das Projekt nicht initiiert und auch nicht durchgeführt. Wir möchten dieses jedoch hiermit auf unserer Webseite vorstellen.