Aktuelles aus dem Umweltbeirat der Stadt Germering

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28. Oktober 2019
Germeringer Umweltbeirat pflanzt zum 20. Mal den Baum des Jahres

Bei schönstem Herbstwetter trafen sich am 25. Oktober einige Mitglieder des Germeringer Umweltbeirat mit Oberbürgermeister Haas, um am Holzbach hinter dem Seespielplatz mit einer Flatterulme den Baum des Jahres 2019 zu pflanzen. Das Gremium setzte damit eine bewährte Tradition fort, die im Jahr 1999 mit der Pflanzung einer Silberweide begann. Weitere Informationen zur Aktion sowie eine Liste der im Stadtgebiet gepflanzten Bäume im Rahmen dieser Aktion finden Sie unter Termine & Aktionen -> Baum des Jahres.

Die Flatterulme kommt heute in der Germeringer Flur nicht mehr vor. Vor rund 5000 bis 7000 Jahren hingegen bestimmten die drei heimischen Ulmenarten zusammen mit der Stieleiche das Waldbild. Die Flatterulme war dabei  hauptsächlich in den Auwäldern entlang der Bäche zu finden. Die Bergulme bevorzugte den Parsberg, die Feldulme besiedelte beide Landschaftsformen.  Als sich das Klima ab 3000 v. Chr. abkühlte, verloren die Ulmen ihre Bedeutung und wurden durch die Buche ersetzt. 
In Bayern wächst die Flatterulme heute an der Donau und ihren Zuflüssen bis zu einer Meereshöhe von ungefähr 500 m. Dies ist eine der Ursachen, warum sie bei uns selten geworden ist. Ein weiterer Grund ist die schon vor Jahrhunderten durchgeführte Rodung der Auwälder für die landwirt-schaftliche Nutzung und die Besiedlung. Mit dem Ausbleiben der Hochwässer als Folge der zunehmenden Begradigung und Tieferlegung der Bäche fehlte es zudem an optimalen Keimungsbedingungen für die Samen.
Die Flatterulme hat ihren Namen von den buschigen Blüten und Früchten, die im Wind tanzen.
Der Volksmund nennt die Ulme auch Rüster. Die Herkunft dieses Namens ist unbekannt. Im Mittelalter hießen die Ulmen Elm.
Schon im Barock gehörte die Flatterulme zusammen mit den Linden zu den beliebtesten Alleebäumen. Solche sind vereinzelt auch heute noch in Nordostdeutschland anzutreffen.
Ökologie
Ältere Ulmen können Überschwemmungen von bis zu drei Monaten Dauer überleben. Ihre höchste Wuchskraft erreicht die Baumart auf humus- und nährstoffreichen Lehm- oder  Schluffböden mit Grundwasseranschluss. Dort wird sie bis zu 400 Jahre alt und 35 m hoch. Sie verträgt Halbschatten und verfügt über ein tiefreichendes Senker-Herzwurzelsystem.

Das Ulmen-Sterben: Das seit rund 100 Jahren grassierende „Ulmensterben“ hat auch am Landkreis Fürstenfeldbruck seine Spuren hinterlassen. Der aus Ostasien eingeschleppte Pilz, der die Wasserleitungsbahnen verstopft,  hat bereits zum Ende des 20. Jahrhunderts fast alle älteren Berg- und Feldulmen hingerafft. Einzig die Flatterulme blieb weitgehend verschont, weil sie offensichtlich vom Hauptüberträger dieser Pilzkrankheit, dem Ulmensplintkäfer, nicht angeflogen wird.

Verwendung des Holzes: Die Flatterulme gehört zu der Gruppe der Kernhölzer, weil sie einen helles Splint- und ein gelbbraunes Kernholz ausbildet. Bei der Verarbeitung erweist sich das Holz als zäh, es reißt leicht und lässt sich schwer spalten. Trotzdem war es gerade wegen seiner Zähigkeit geschätzt für Gerätschaften mit hoher mechanischer Beanspruchung – für Mühlen, Glockenstühle, Räder, Karren, Kutschen und sogar für Skier. Wegen der interessanten Farbunterschiede zwischen Kern- und Splintholz findet es auch Abnehmer in der Möbel- und Kunsttischlerei.

Waldbau: Ihre Widerstandskraft gegen das Ulmensterben macht die Flatterulme in der heutigen Planung für zukünftige Waldgenerationen besonders interessant. Sie wird daher als „Ersatz“ für die Bergulme  des Öfteren auch außerhalb der Auen auf grundwassernahen, nährstoffreichen Böden angebaut. Eine weitere Stärke  ist ihre Toleranz gegenüber der zunehmenden Klimaerwärmung. 

23. Oktober 2019
Information zu motorisierten Laubbläsern und Laubsaugern

"Blätterfall, Blätterfall – bunte Blätter überall" singen Kinder in diesen Tagen. Der Herbst ist da und breitet einen farbenfrohen Blätterteppich auf unseren Straßen, Wegen und Grünflächen aus.

Aber nicht überall können und sollen die bunten Blätter liegen bleiben. Gehwege und Zufahrten zum Beispiel müssen davon befreit werden, damit niemand ausrutscht. Um die Arbeit zu erleichtern, wird dafür gern zu motorisierten Laubbläsern beziehungsweise Laubsaugern gegriffen. Doch damit schädigt man die eigene Gesundheit ebenso wie die Umwelt.

Laubsauger sind laut und verschmutzen unsere Luft

Diese Geräte haben oft einen Schallpegel von über 100 Dezibel, sind also ungefähr so laut wie ein Presslufthammer. Dieser Lärm belästigt nicht nur menschliche und tierische Nachbarn, sondern schädigt auch die Gesundheit der Person, die das Gerät benutzt. Laubbläser oder -Sauger mit Verbrennungsmotor stoßen zudem Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus, die unsere Luft verschmutzen.

Laubsauger schaden der Bodenbiologie

Auch die Bodenbiologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt. Die Geräte saugen ja nicht nur die welken Blättern auf. Auch die für den Boden wichtigen Kleintiere wie Spinnen und Insekten geraten in den Sog. Sie werden gehäckselt und getötet. Pflanzensamen werden zerstört. Wenn Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten, bilden sich weder Humus noch Nährstoffe. Am Boden lebende Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren so Nahrung und Lebensraum. Und der Boden wird einer Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und extremer Kälte schützt.

Bis auf Bequemlichkeit bringen Laubbläser und Laubsauger also nur Nachteile mit sich

Der Umweltbeirat der Stadt Germering unterstützt daher den dringenden Rat des BUND, zu den üblichen Gartenwerkzeugen wie Laubrechen und Harke zu greifen. Sie kommen ganz ohne schädliche Abgase aus, machen keinen Lärm und schädigen nicht die Natur. Und ganz nebenbei tut der Mensch auch etwas für seine Gesundheit: er bewegt sich mehr.

07. Oktober 2019
Klimawandel in Germering? Mitglieder des Umweltbeirat unternahmen einen Waldbegang um sich vor Ort zu informieren

Am 28.09.2019 informierte sich der Germeringer Umweltbeirat bei einem Waldbegang, geleitet von Herrn Hans-Jürgen Gulder (Mitglied des Umweltbeirats und ehemaliger Leiter des Forstamts ürstenfeldbruck), am Parsberg über den aktuellen Zustand der heimischen Wälder. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, inwieweit unsere Waldbäume bereits unter den Folgen des Klimawandels leiden. So hat in unserem Landkreis seit 1990 die Jahresdurchschnittstemperatur um über 1°C zugenommen, ebenso die Stärke und Häufigkeit der Stürme. Äußerst belastend auf die Bäume wirken die wochenlangen Heiß-Trockenphasen wie in den Extremsommern 2015 und 2018 mit mehreren Tagen über 30°C. Besonders leidet dabei die Fichte, die im kühleren Klima der Mittel-und Hochgebirge zuhause ist. Viele Fichten wurden in der Folge vom Borkenkäfer befallen und mussten gefällt werden.

Damit hat sich das Waldbild am Parsberg rasant verändert. An die Stelle der zahlreichen Fichtenaltbestände traten ausgedehnte Kahlflächen. Diese lassen sich nur mühsam wieder aufforsten, weil auf den Freilagen Frost, Hitze und Unkrautwuchs den jungen Bäumen das Leben schwer machen. Verschärfend kommen die überhöhten Rehwildbestände hinzu. Wie ein junger Zukunftswald aussieht, der durch einen Zaun vom Verbiss des Rehs geschützt ist, verdeutlichte eine Beispielsfläche aus dem Jahr 2004. Dort wurden junge Tannen gepflanzt, die mittlerweile mit natürlich angesamten Eichen, Hainbuchen, Bergahornen, Vogelbeeren, Salweiden und Birken gemischt sind.

Die Waldbesitzer stehen jetzt vor der gewaltigen Aufgabe, unter diesen erschwerten Bedingungen Mischbestände mit klimastabilen und damit zukunftssicheren Baumarten wie Tanne, Buche, Eiche, Bergahorn und Kirsche zu pflanzen.

Aber nicht nur die Fichte leidet. Als Folge des internationalen Holzhandels gelangte ein Schadpilz aus Nordchina nach Europa, der die Eschen befällt. Mittlerweile sind höchstens noch 10 % dieser wertvollen Laubbaumart gesund. Viele Exemplare, vor allem jüngere, sind bereits abgestorben. So in einem jungen Bestand gleich hinter dem Parkplatz am See. Für Pilzbefall an Waldbäumen gibt es kein Gegenmittel. Die kranken Bäume müssen rasch entfernt und durch Schwarzerle, Eiche und Tanne ersetzt werden.

Das Fazit aus dem Waldbegang lautet, dass der Klimawandel auch in den Germeringer Wäldern angekommen ist und der Fichte arg zusetzt. Eine weitere Gefahr droht durch die Globalisierung. Traurig zu sehen am Schicksal der Eschen. Es besteht Hoffnung, dass die Folgen des Klimawandels abgemildert werden können, wenn in Zukunft klimastabile Baumarten gepflanzt werden. Für die Waldbesitzer erfordert dies einen enormen Aufwand. Sie brauchen dafür die Unterstützung der Gesellschaft. Sollte die Klimaerwärmung jedoch weit über die momentan diskutierten 2°C hinausgehen, werden sich unsere Wälder dramatisch zu unser aller Nachteil verändern.

01. Oktober 2019
Visionäre Verkehrskonzepte - Schreibens an den OB Haas und Stadtrat
Das Schreiben wurde unter dem Tagesordnungspunkt 4 "Visionäre Verkehrskonzepte - Besprechung eines Schreibens an den Stadtrat und Beschlussfassung" in der Sitzung vom 18.09. in unserem Gremium diskutiert und verabschiedet.
Inhaltlich knüpft es - mehr durch Zufall - an im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss am 24.10. geführte Diskussionen an.
Download als PDF

08. August 2019
Germering for future
Am Fr. 20. September findet um fünf vor 12 auf dem Platz vor der Stadthalle eine Klima-Demo aller Generationen statt:

08. Juli 2019
35 Jahre Umweltbeirat Germering
Der Umweltbeirat der Stadt Germering wird in diesem Jahr 35 Jahre alt. Aus diesem Anlass haben wir ein PDF mit einem kleinen Rückblick sowie Informationen zum Gremium und seiner Arbeit zusammengestellt: 35 Jahre Umweltbeirat Germering Jubiläumsinfo als PDF.

02. Juli 2019
Stellungnahme des Umweltbeirat zum geplanten Kiesabbau im Bereich der "Dickwiese"
In der Sitzung des Stadtrat am 2.7. stand u.a. das Raumordnungsverfahren für einen Kiesabbau der Fa. Glück Kies, Sand, Hartsplitt GmbH im westlichen Gemeindegebiet von Planegg im Bereich der "Dickwiese" mit anschließender Verfüllung und Wiederaufforstung auf der Tagesordnung. Lesen Sie hier unsere Stellungnahme dazu als PDF: Stellungnahme des Umweltbeirat

26. Juni 2019
Personelle Veränderungen im Umweltbeirat
Unser Mitglied Herr Rampetsreiter hat den Umweltbeirat wegen Wegzug aus Germering verlassen. Wir danken für die bisherige Mitarbeit und wünschen Ihm für die Zukunft alles Gute.

25. Juni 2019
Bürgerforum: MVV und S-Bahn München vor Ort
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gilt als umweltfreundlich und nachhaltig. Am Do. 27.6. findet im Landratsamt ein Bürgerforum zur MVV und S-Bahn München statt:
https://www.lra-ffb.de/aktuelles/aktuelles/news/einladung-zum-buergerforum-mvv-und-s-bahn-muenchen-vor-ort-am-27-juni-1/

11. Juni 2019
Stadtradeln in Germering - wir sind dabei!
Der Umweltbeirat möchte ein Zeichen setzen für mehr Umweltfreundlichkeit in der Stadt Germering und auch im Alltag.
Deshalb radeln wir, lassen das Auto stehen und fassen uns an unsere eigene Nase - auch die ist wichtig, wenn man mit gutem Beispiel voranradeln möchte. Uns kommt es nicht auf sportliche Leistung an, wir möchten, dass Germering radelfreundlich wird - und das wird es, wenn mehr auf das Auto verzichten, wenn es verzichtbar ist.
Jeder kann sich unserem Team "Umweltbeirats - Interessierte, Freunde und Familien" anschließen - und wir freuen uns auch über jeden, der in einem anderen Team mitradelt!
Wer in unserem Team mitradeln möchte, der kann sich unter folgender URL anmelden:
https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=171&team_preselect=388677
Der Wettbewerb für mehr Lebensqualität, Radförderung und Klimaschutz startet So. 23.06. und dauert bis 13.07.! Mehr Infos unter www.stadtradeln.de/germering

23. Mai 2019
Personelle Veränderungen im Umweltbeirat
Unser Mitglied Frau Kieltsch hat den Umweltbeirat auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen verlassen. Wir danken für die bisherige Mitarbeit und wünschen Ihr für die Zukunft alles Gute.

16. Mai 2019
Neubürgerempfang in der Stadthalle am 15.05.2019

Auch in diesem Jahr war der Umweltbeirat mit einem Stand bei der Vorstellung Germeringer Vereine-, Parteien und Organisationen vertreten, die im Rahmen des Neubürgerempfangs stattfand. Neue und alt eingesessene Bürger der Stadt hatten an dem Abend bei kostenlosem Eintritt die Gelegenheit sich über das Angebot in Germering zu informieren. 

Wie bereits in den Vorjahren galt besonderes Interesse den aufgelegten Borschüren. Auch die Flyer zum Mehrwegsystem "Coffee to Go" und über die Fairtrade-Stadt Germering wurden ebenfalls gerne mitgenommen. Ebenso die Infoblätter über die Wochenmärkte in Germering und generell auch über den Umweltbeirat.

Umweltbeirat Germering auf dem Neubürgerempfang 2019

10. April 2019
Schadstoffmessungen gestartet
Wie ist es um die Luftqualität in Germering bestellt? Um das herauszufinden, hat die Stadt ein Unternehmen beauftragt, an zehn Standorten Sensorboxen zur Schadstoffmessung aufzuhängen. Nun sollen ein Jahr lang die Daten aufgezeichnet werden. Weitere Informationen dazu auf www.germering.de.

20. Februar 2019
Sitzung entfällt
Krankheitsbedingt muß die heutige Sitzung leider entfallen.

25. Januar 2019
Stellungnahme Briefpostzentrum
Der Umweltbeirat hat sich intensiv mit den Planungen der Post für ein Briefzentrum im Gewerbegebiet Nord befasst. Diese Woche konnten wir Herrn Oberbürgermeister Haas sowie den Mitgliedern des Stadtrates wie auch der Presse unsere Stellungsnahme zur geplanten Ansiedelung der Deutschen Post im Germeringer Norden übersenden. Sie können das Dokument hier als PDF downloaden: Stellungsnahme zur geplanten Ansiedelung der Deutschen Post im Germeringer Norden

16. Januar 2019
Thermographie Rundgang
Auch dieses Jahr findet wieder ein Thermographie-Rundgang statt. Durch das Thermographie-Gerät kann schnell erkannt werden, wie gut Gebäude isoliert sind. Termin: 11.02. (Ausweichtermin 18.02.). Weitere Infos auf www.germering.de.

16. Januar 2019
Sitzung heute im Rathaus
Die Sitzung am heutigen Mi. 16.01. findet im Rathaus Germering statt (und nicht wie angekündigt in der Feuerwehr Unterpfaffenhofen)!